Workflow Management

Workflow-Management-System: Der ultimative Vergleich 2025

Jonas Höttler15. Dezember 20256 min

Die Wahl des richtigen Workflow-Management-Systems kann über Effizienz oder Chaos entscheiden. In diesem umfassenden Vergleich analysieren wir die 8 besten Lösungen für 2025 - von etablierten Platzhirschen bis hin zu spezialisierten Newcomern.

Was ist ein Workflow-Management-System?

Ein Workflow-Management-System (WMS) ist eine Software, die Geschäftsprozesse digitalisiert, automatisiert und überwacht. Es hilft Teams dabei, wiederkehrende Aufgaben zu strukturieren, Verantwortlichkeiten klar zuzuweisen und den Überblick über den Fortschritt zu behalten.

Die Kernfunktionen eines modernen WMS umfassen:

  • Prozess-Designer: Visuelle Erstellung von Workflows ohne Programmierung
  • Aufgabenverwaltung: Zuweisung, Tracking und Eskalation von Aufgaben
  • Automatisierung: Regelbasierte Aktionen und Trigger
  • Benachrichtigungen: Automatische Erinnerungen und Updates
  • Berichte & Dashboards: Echtzeit-Einblick in Prozessleistung
  • Integrationen: Verbindung mit anderen Business-Tools

Unsere Vergleichskriterien

Wir haben jedes Tool nach folgenden Kriterien bewertet:

  1. Benutzerfreundlichkeit: Wie schnell kann ein Team produktiv werden?
  2. Funktionsumfang: Welche Features sind enthalten?
  3. Automatisierung: Wie leistungsfähig sind die Automatisierungsmöglichkeiten?
  4. Integrationen: Welche anderen Tools lassen sich anbinden?
  5. Preis-Leistung: Was bekommt man für sein Geld?
  6. Skalierbarkeit: Wächst das Tool mit dem Unternehmen?

Die 8 besten Workflow-Management-Systeme im Vergleich

1. Monday.com

Monday.com ist einer der bekanntesten Namen im Bereich Arbeitsmanagement. Die Plattform überzeugt durch eine intuitive, farbenfrohe Oberfläche und extreme Flexibilität.

Stärken:

  • Sehr intuitive Drag-and-Drop-Oberfläche
  • Über 200 vorgefertigte Templates
  • Starke Automatisierungsfunktionen ohne Code
  • Umfangreiche Integrationen (Slack, Teams, Google, etc.)
  • Gute mobile App

Schwächen:

  • Kann bei komplexen Workflows unübersichtlich werden
  • Preismodell wird bei größeren Teams teuer
  • Manche Features nur in höheren Tarifen

Preise: Ab 9€/Nutzer/Monat (Basic), Business-Features ab 16€/Nutzer/Monat

Ideal für: Teams die Flexibilität und einfache Bedienung priorisieren. Marketing, HR, Projektmanagement.

2. Asana

Asana ist der Klassiker unter den Workflow-Tools und besonders stark im Projektmanagement. Die klare Struktur und die verschiedenen Ansichten (Liste, Board, Timeline, Kalender) machen es vielseitig einsetzbar.

Stärken:

  • Sehr klare, aufgeräumte Oberfläche
  • Starke Projektmanagement-Features
  • Gute Timeline/Gantt-Ansicht
  • Workflow-Builder für Automatisierungen
  • Kostenloser Tarif für kleine Teams

Schwächen:

  • Weniger flexibel als Monday bei individuellen Workflows
  • Reporting könnte besser sein
  • Komplexere Automatisierungen erfordern Business-Tarif

Preise: Kostenlos für bis zu 15 Nutzer, Premium ab 10,99€/Nutzer/Monat

Ideal für: Projektbasierte Teams, Software-Entwicklung, Agenturen.

3. Notion

Notion ist mehr als ein Workflow-Tool - es ist ein flexibles Workspace-System, das Dokumente, Datenbanken und Projektmanagement kombiniert. Für Teams, die Wissensmanagement und Workflows vereinen wollen, ist es eine exzellente Wahl.

Stärken:

  • Extrem flexibel und anpassbar
  • Kombiniert Docs + Datenbanken + Projektmanagement
  • Starke Community mit Templates
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Relation-Datenbanken für komplexe Strukturen

Schwächen:

  • Steile Lernkurve für fortgeschrittene Features
  • Native Automatisierungen begrenzt
  • Kann langsam werden bei sehr großen Datenbanken

Preise: Kostenlos für Einzelpersonen, Team ab 8$/Nutzer/Monat

Ideal für: Startups, wissensintensive Teams, Dokumentation + Workflows kombiniert.

4. ClickUp

ClickUp positioniert sich als "Eine App für alles" und versucht, möglichst viele Funktionen zu vereinen. Das macht es mächtig, aber auch komplex.

Stärken:

  • Extrem umfangreiche Features
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Starke Automatisierungen
  • Viele Ansichten (15+ verschiedene)
  • Kostenloser Tarif sehr großzügig

Schwächen:

  • Kann überwältigend sein für Einsteiger
  • Performance manchmal langsam
  • Zu viele Features können verwirren

Preise: Kostenloser Tarif verfügbar, Unlimited ab 7$/Nutzer/Monat

Ideal für: Power-User die ein All-in-One-Tool suchen. Technisch versierte Teams.

5. Airtable

Airtable ist die Brücke zwischen Spreadsheet und Datenbank. Für Teams, die strukturierte Daten verwalten und darauf Workflows aufbauen wollen, ist es unschlagbar.

Stärken:

  • Perfekt für datenintensive Workflows
  • Sehr flexible Datenmodellierung
  • Starke API und Automationen
  • Verschiedene Ansichten (Grid, Kanban, Galerie, etc.)
  • Gute Excel/Sheets-Migration

Schwächen:

  • Weniger intuitiv als Monday für einfache Workflows
  • Preis steigt schnell bei mehr Daten
  • Begrenzte native Projektmanagement-Features

Preise: Kostenlos bis 1.200 Records, Team ab 20$/Nutzer/Monat

Ideal für: Content-Management, CRM-Ersatz, Inventar, strukturierte Workflows.

6. ProcessMaker

ProcessMaker ist ein spezialisiertes BPM-Tool (Business Process Management) für Unternehmen, die ernsthafte Prozessautomatisierung benötigen.

Stärken:

  • Professionelles Prozessmodellierung (BPMN 2.0)
  • Starke Workflow-Engine
  • Low-Code Entwicklung
  • Enterprise-Features (Audit, Compliance)
  • On-Premise oder Cloud

Schwächen:

  • Steilere Lernkurve
  • Höherer Preis
  • Overkill für einfache Workflows

Preise: Auf Anfrage, typischerweise Enterprise-Pricing

Ideal für: Mittelstand und Enterprises mit komplexen, regulierten Prozessen.

7. Kissflow

Kissflow bietet eine gute Balance zwischen Einfachheit und Leistung. Es ist besonders stark bei der Digitalisierung von Genehmigungsprozessen und Formularen.

Stärken:

  • Einfache Formular-Erstellung
  • Gute Genehmigungsworkflows
  • No-Code / Low-Code Ansatz
  • Vorgefertigte Prozessvorlagen

Schwächen:

  • Weniger bekannt, kleinere Community
  • Begrenzte Integrationen
  • UI könnte moderner sein

Preise: Ab 15$/Nutzer/Monat

Ideal für: HR-Prozesse, Genehmigungen, Anträge, mittelständische Unternehmen.

8. Nintex

Nintex ist ein Enterprise-Tool mit starkem Fokus auf Microsoft-Integration. Für Unternehmen, die bereits tief im Microsoft-Ökosystem sind, ist es eine naheliegende Wahl.

Stärken:

  • Exzellente Microsoft 365 / SharePoint Integration
  • Starke RPA-Funktionen
  • Document Generation Features
  • Enterprise-tauglich

Schwächen:

  • Komplex in der Einrichtung
  • Hoher Preis
  • Beste Erfahrung nur im Microsoft-Kontext

Preise: Enterprise-Pricing auf Anfrage

Ideal für: Enterprises mit Microsoft-Stack, komplexe Dokumenten-Workflows.

Schnellvergleich: Alle Tools auf einen Blick

ToolBeste fürPreis abLernkurveAutomatisierung
Monday.comAllrounder9€/UserNiedrig★★★★☆
AsanaProjektmanagementKostenlosNiedrig★★★☆☆
NotionDocs + WorkflowsKostenlosMittel★★☆☆☆
ClickUpPower-UserKostenlosHoch★★★★★
AirtableDatenbasierte WFsKostenlosMittel★★★★☆
ProcessMakerEnterprise BPMEnterpriseHoch★★★★★
KissflowGenehmigungen15$/UserNiedrig★★★☆☆
NintexMicrosoft-StackEnterpriseHoch★★★★★

Welches Tool passt zu Ihnen?

Für kleine Teams (< 20 Personen):

Empfehlung: Monday.com oder Asana

Beide bieten einen schnellen Einstieg, faire Preise und genug Funktionen für typische Team-Workflows. Monday ist flexibler, Asana strukturierter.

Für Startups und Tech-Teams:

Empfehlung: Notion oder ClickUp

Notion, wenn Sie Dokumentation und Workflows kombinieren wollen. ClickUp, wenn Sie maximale Funktionalität zum günstigen Preis suchen.

Für datenintensive Workflows:

Empfehlung: Airtable

Wenn Ihre Workflows stark von strukturierten Daten abhängen (Inventar, CRM, Content-Planung), ist Airtable unschlagbar.

Für Enterprises:

Empfehlung: ProcessMaker oder Nintex

Bei komplexen, regulierten Prozessen und hohen Compliance-Anforderungen führt kein Weg an Enterprise-Tools vorbei. Nintex, wenn Sie Microsoft nutzen.

Fazit

Die Wahl des richtigen Workflow-Management-Systems hängt stark von Ihren spezifischen Anforderungen ab. Es gibt nicht "das beste" Tool - nur das beste Tool für Ihre Situation.

Unsere Empfehlung:

  1. Definieren Sie Ihre wichtigsten Use Cases
  2. Testen Sie 2-3 Tools mit kostenlosen Versionen
  3. Beziehen Sie Ihr Team in die Entscheidung ein
  4. Starten Sie klein und skalieren Sie bei Bedarf

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